Kunstakademie Artis
Über uns | Inhaltsverzeichnis Level 2
Theorie: ein solides Fundament in Form, Tonwerten und MaterialkenntnisPraxis: einfache Texturen, Blumen und Stillleben
Im ersten Jahr legst Du das Fundament für alles, was danach kommt. Du schulst Dein Auge, verfeinerst Deine Wahrnehmung und lernst, Form, Licht und Tonwerte immer präziser zu erkennen. Gerade dieses bewusste Sehen ist der Schlüssel zu überzeugender Malerei. Wer wirklich sehen lernt, lernt auch besser zu malen.
Theorie: Farbenlehre, Farbpsychologie, Maltechniken und KunstgeschichtePraxis: mehr Kontrolle über Deine Bilder und eine Erweiterung Deines Repertoires(Texturen, Tiere, Licht und Details)
Im zweiten Jahr geht es um Vertiefung und Beherrschung. Du entwickelst mehr Kontrolle über Farbe, Technik und Malprozess und lernst, bewusster Entscheidungen in Deiner Arbeit zu treffen. Gleichzeitig erweiterst Du Dein Repertoire und entdeckst, dass unterschiedliche Materialien, Oberflächen und Motive jeweils ihre eigene Herangehensweise verlangen. Deine Bilder gewinnen an Kraft, Nuance und Überzeugung.
Theorie: Kunstmarketing, Dich als Künstler/in zu positionieren, und Einblicke in die KunstweltPraxis: die menschliche Figur und das Porträt
Im dritten Jahr kommen Technik, Erfahrung und persönliche Entwicklung zusammen. Du arbeitest an anspruchsvollen Themen wie Porträt und Figur, die nicht nur Fachwissen, sondern auch Sensibilität und Einfühlungsvermögen erfordern. Gleichzeitig lernst Du, Dich und Deine Arbeit professionell in der Kunstwelt zu präsentieren. So wächst nicht nur Deine Malerei, sondern auch Deine Position als Künstler/in.
Monochrome Malerei bedeutet: Du arbeitest mit nur einer Farbfamilie (z. B. Schwarz, Umbra, Indigo oder Blau) und erzeugst Tiefe, Form und Atmosphäre fast ausschließlich über Tonwerte – also Hell-Dunkel-Abstufungen. Das wirkt auf den ersten Blick „reduziert“, ist aber in Wahrheit eine der stärksten Methoden, um Bildaufbau, Lichtführung und Plastizität zu schärfen.
Chiaroscuro gehört zu den wichtigsten Gestaltungsmitteln in der Malerei und Zeichnung. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und bedeutet wörtlich „hell-dunkel“. Gemeint ist damit das bewusste Spiel von Licht und Schatten, mit dem Formen plastisch wirken, Räume Tiefe bekommen und Bilder eine besondere dramatische Kraft entfalten.
Chromatisches Schwarz ist ein Begriff, der in der Malerei immer wieder auftaucht – vor allem dort, wo es um feine Farbharmonien, lebendige Schatten und eine hochwertige malerische Wirkung geht. Viele Künstler verzichten ganz bewusst auf reines Schwarz aus der Tube und mischen sich ihr Schwarz lieber selbst. Warum? Weil ein selbst gemischtes Schwarz oft reicher, tiefer und lebendiger wirkt als ein fertiges, neutrales Schwarz.
Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Die Zorn-Palette ist dafür ein wunderbares Beispiel. Statt mit einer Fülle von Farbtönen zu arbeiten, beschränkst Du Dich hier auf nur wenige, sorgfältig ausgewählte Farben — und genau darin liegt ihre besondere Kraft. Die Palette wirkt schlicht, fast bescheiden. Doch gerade aus dieser Reduktion entsteht eine erstaunliche Tiefe, Ruhe und Harmonie.
Viele Menschen glauben, ein Gemälde beginne mit Farbe. Mit leuchtendem Rot, sattem Blau oder warmen Hauttönen. Doch in der klassischen Malerei ist das oft nicht der Fall. Sehr viele gute Bilder entstehen zunächst ganz ohne Farbe – oder zumindest fast ohne sie. Bevor die eigentliche Malerei beginnt, legen viele Künstler ihr Motiv in einer monochromen Untermalung an. Diese erste Phase nennt man häufig Grisaille.
Während der Barockzeit verwendeten die meisten Künstler Leinwände oder Tafeln, die dunkelbraun und sogar schwarz getönt waren. Das Arbeiten auf einer dunklen Basisschicht hat einige große Vorteile, die durch das Arbeiten auf einem hellen Untergrund nicht reproduziert werden können. Der größte Vorteil beim Arbeiten auf einer dunklen Leinwand ist, dass es Mühe spart. Alle Schatten sind bereits da. Als Künstler muss man sich nur auf die Lichtwerte konzentrieren.
In dieser Übung geht es um Fell.Kurzes Fell, langes Fell. Glänzendes Fell, stumpfes Fell. Daher ist dieses Bild eigentlich ein MUSS für jeden, der gern Tiere malt. Probiere es, es ist nicht so schwierig, wie es aussieht.
Mehr lesen
Kleintiere erfordern viel Fingerspitzengefühl und vor allem eine gute Motorik, denn die feinen Haare sind gar nicht so einfach zu malen. An diesem Bild kannst Du Deine Fingerfertigkeit üben.
Die Maus sollte Dir inzwischen gut gelingen - nun probiere Dich mal an den Keksen! Man sollte übrigens auch nicht glauben, nun hat man mal eine Maus gemalt - und nun ist man der Herr der Mäuse und kennt jeden Kniff. Jedes Portrait, jedes Tier ist anders als alle anderen, und man lernt bei jedem Bild dazu.
Dieses Bild erzählt von scheinbar einfachen Dingen: von Eiern, von Holz, von einem kleinen Küken. Und wie so oft in der Malerei liegt gerade in den stillen Motiven die eigentliche Herausforderung.