Kunstakademie Artis
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Mit Zentangle kannst Du nicht nur abstrakte Muster entstehen lassen, sondern auch gegenständliche Motive zum Leben erwecken: Tiere, Porträts oder Dinge aus dem Alltag. Gerade darin liegt ein besonderer Reiz – denn selbst etwas Vertrautes kann durch Linien, Muster und Strukturen eine ganz eigene, fast magische Wirkung bekommen. Und auch hier gilt: Fehler gibt es nicht. Mach es Dir nicht schwerer, als es sein muss. Du kannst Dein Motiv freihand zeichnen, Schablonen verwenden, Pauspapier zu Hilfe nehmen oder mit Stempeln arbeiten. Der Weg zur Vorlage ist nicht entscheidend. Wichtig ist nur, dass Du eine Form findest, mit der Du gern weiterarbeiten möchtest. Zeichne Dein Motiv zunächst mit einem weichen Bleistift vor. So kannst Du in Ruhe ausprobieren, verändern und korrigieren. Erst wenn alles stimmig ist, nimmst Du den Tuschestift zur Hand. Du kannst Deine Arbeit in Schwarz-Weiß belassen oder sie später lavieren – so nennt man es, wenn eine Tuschezeichnung nachträglich mit Farbe überarbeitet wird. Für das Kolorieren eignen sich Buntstifte, Filzstifte, farbige Marker oder Aquarellfarben. Von Acrylfarben würde ich eher abraten, denn sie decken meist stärker und können die feinen Zentangle-Muster leicht verschlucken. Dann geht genau das verloren, was Deine Zeichnung so besonders macht: ihre Leichtigkeit, ihre Feinheit und ihr rhythmisches Spiel aus Linien und Formen. Sei beim Kolorieren genauso frei und fantasievoll wie beim Tanglen selbst. Die Natur kann Dir dabei eine wunderbare Inspirationsquelle sein: die feinen Blattadern, die Struktur eines Tierfells, die zarten Linien eines Flügels. Schau genau hin und lass Dich davon leiten. Betrachte die einzelnen Flächen Deines Bildes nicht einfach nur als Zwischenräume, sondern als kleine Welten, die darauf warten, sich mit Mustern, Bewegung und Leben zu füllen. Und dann gib Deiner Fantasie Raum. Nicht alles muss naturgetreu sein. Manchmal entsteht gerade dann etwas besonders Schönes, wenn Du Dich von der Wirklichkeit ein wenig löst. Warum also nicht eine rosa Hummel mit grünen Flügeln? Im Zentangle darf die Welt genau so sein, wie Du sie in diesem Moment erschaffen möchtest.
Hier sind einige Vorbilder als Inspiration:
Warum sind Basisformen beim Zeichnen so wichtig? Erfahre, wie Kugel, Würfel und Zylinder Dir helfen, realistischer, sicherer und räumlicher zu zeichnen.
Wer mit dem Zeichnen beginnt, denkt meist zuerst an Bleistifte, Kohle, Radiergummis und Motive. Das Papier gerät dabei oft ein wenig in den Hintergrund. Und doch ist es viel mehr als nur eine Unterlage. Es ist die Bühne, auf der Deine Zeichnung entsteht. Es trägt jede Linie, jede Schattierung, jede Korrektur – und es entscheidet oft mit darüber, wie angenehm oder mühsam sich das Arbeiten anfühlt.
Bleistifte gehören zu den wichtigsten und zugleich vielseitigsten Zeichenwerkzeugen überhaupt. Mit ihnen lassen sich schnelle Skizzen ebenso anfertigen wie fein ausgearbeitete, realistische Zeichnungen mit vielen Details. Welche Grundausstattung Du am Anfang benötigst, erfährst Du hier.
Die Arbeit mit Buntstiften macht nicht nur Spaß – sie bietet auch erstaunlich viele Möglichkeiten. Mit der richtigen Technik lassen sich zarte Verläufe, satte Farben und beeindruckend realistische Zeichnungen erzeugen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Qualität der Stifte, sondern vor allem die Frage, wie gut Du die Farben miteinander verbinden kannst.