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Jede Buntstiftmarke ist anders. Die Farben auch. Und es gibt riesige Qualitätsunterschiede.
Ich empfehle Dir für dieses Tutorial die Polychromos von Faber Castell.
Falls Du eine andere Marke verwenden, dann musst Du dir alternative Farben suchen, denn jeder Hersteller benutzt eigene Farbbezeichnungen.
Na ja, gutes Zeichenpapier wäre hilfreich 🙂 . Vielleicht einen Block von Strathmore.
Ich beginne mit Bister und lege damit zunächst den groben Verlauf der Haare an. Nicht zu dicht zeichnen, nicht zu fest aufdrücken, sondern locker, leicht und luftig. Gleichzeitig deute ich bereits vorsichtig die ersten Schatten an. Achte dabei unbedingt darauf, dass Du mit dem Stift immer der natürlichen Wuchsrichtung der Haare folgst. Haare bestehen nicht aus zufälligen Strichen, sondern aus rhythmischen Linien, die dem Schwung, dem Wachstum und der Form der Frisur folgen. Danach nehme ich den strohgelben Stift und überarbeite die gesamte Haarpartie noch einmal – auch die dunkleren Bereiche. Auf Bild 3 siehst Du dann, wie ich die Schatten zusätzlich mit Sepia vertieft habe. Und außerdem gut zu sehen: mit jeder neuen Schicht Farbe werden die Haare verdichtet.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Im Unterschied zu herkömmlicher Malfarbe lassen sich Buntstiftfarben nicht einfach auf einer Palette miteinander vermischen. Die eigentliche Farbmischung entsteht hier erst auf dem Papier, indem Du mehrere Farbschichten transparent übereinanderlegst. Genau darin liegt auch der besondere Reiz dieser Technik. Die folgenden Arbeitsschritte wiederholen im Grunde die ersten drei Farben erneut: Bister, Strohgelb und Sepia. Schicht für Schicht arbeite ich so weiter an Form, Tonwert und Textur des Haares und gebe der Strähne mehr Tiefe, Lebendigkeit und Glanz. Und mit jeder neuen Schicht verdichtet sich das Haar mehr und mehr. Wenn Du Dir menschliches Haar einmal ganz genau ansiehst, wirst Du feststellen, dass es fast nie nur eine einzige Farbe hat. Es ist nicht einfach nur braun, blond oder schwarz. Stattdessen setzt es sich aus vielen feinen Nuancen, warmen und kühlen Tönen sowie hellen und dunklen Abstufungen zusammen. Erst dieses Zusammenspiel macht Haar natürlich und lebendig. Für diese Haarsträhne habe ich deshalb verschiedene helle und dunkle Farbstifte – vor allem Braun- und Ockertöne – in dichten, feinen Linienschichten übereinandergesetzt. Auf diese Weise lässt sich die natürliche Tiefe des Haares ebenso darstellen wie sein weicher Glanz. Auf Bild 5 siehst Du die fertig ausgearbeitete Haarsträhne. Besonders spannend wird es dann noch einmal, wenn Du diese Farbschichten anschließend mit einem Blender bearbeitest – das Ergebnis siehst Du auf Bild 6. Mit einem Blender meine ich hier allerdings keinen Estompen, denn der ist für die Arbeit mit Buntstiften eher ungeeignet. In diesem Fall würde ich Dir Zest It in Verbindung mit einem sehr feinen Estompen oder Tortillon empfehlen. (einen Artikel zum Thema findest Du hier )
Bild 4
Bild 5
Bild 6
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