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Du musst dieses Tutorial nicht nacharbeiten; sieh dir jedoch den Film an. Und wenn du künftig eine Holzoberfläche nachbilden möchtest, erinnerst du dich: Da gab es doch diese Methode. Sie eignet sich besonders für größere Flächen – etwa als Hintergrund in einem Stillleben.
Bevor der Maserboy zum Einsatz kommt, bereiten wir das Paneel vor:
1) Grundierung Mische ein mittleres Grau aus Vandyck-Braun und Titanweiß – weder zu dunkel noch zu hell. Streiche es deckend über das gesamte Paneel; die Farbe sollte nicht zu dünnflüssig sein. Anschließend etwa eine Woche trocknen lassen.
2) Zwischenlage
Ist die Fläche durchgetrocknet, mische erneut Grau, diesmal mit etwas mehr Weiß für einen helleren Ton. Wieder deckend auftragen.
3) Maserung ziehen
Setze den Maserboy in die noch nasse Farbe und ziehe ihn in langen, gleichmäßigen Bahnen über das Paneel – stets in eine Richtung, also horizontal oder vertikal.
4. Glätten („Abstreifen“) Beim Ziehen der Maserung entstehen kleine Grate und Farbpfützen. Soll die Maserung als Hintergrund dienen, müssen diese Unregelmäßigkeiten weg: Mit einem weichen Fächer- oder Lasurpinsel sanft in Maserrichtung ausstreichen, bis die Oberfläche gleichmäßig und ruhig wirkt. Anschließend eine weitere Woche trocknen lassen.
5. Schlusslasur Für ein warmes Umbra-Ton mischst du Vandyck-Braun mit etwas Kadmiumrot und Kadmiumgelb. Mit Terpentinöl stark verdünnen (bis zur wässrigen Konsistenz), aufstreichen und anschließend mit einem sauberen Lappen wieder etwas zurückwischen. Die feinen Rillen, die trotz des Glättens verbleiben, füllen sich nun mit der braunen Lasur – die Holzstruktur tritt klarer und lebendiger hervor.
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